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Eintracht Frankfurt verlegt Stolpersteine für während der NS-Zeit ermordete jüdische Mitglieder
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Hans Rosenbaum, geboren 1907, war in den 1920er Jahren Fußballspieler bei der Frankfurter Eintracht. Rosenbaum kickte am Riederwald in verschiedenen Jugendmannschaften. Wegen seines jüdischen Glaubens wurde Hans Rosenbaum von den Nationalsozialisten 1941 gemeinsam mit seinen Eltern in das Ghetto Litzmannstadt deportiert. Hier verstarb Hans am 18. April 1942. Auch seine Eltern Frieda und David Rosenbaum wurden in Lodz umgebracht, ihr Todesdatum ist nicht bekannt.

IMG_1046-2_1.jpgIn seiner Ansprache betonte Eintracht-Präsident Fischer, dass sich der Verein mit der Beteiligung an der Stolpersteinaktion seiner Verantwortung für die Geschichte stellt. Fischer berichtete, dass mittlerweile fast 20 Schicksale jüdischer Eintrachtler bekannt seien, die von den Nationalsozialisten wegen ihres Glaubens deportiert und umgebracht wurden. Die Eintracht werde sich auch weiterhin dafür engagieren, diese traurigen Geschichten öffentlich zu machen. Peter Fischer lobte die zahlreich erschienenen Anhänger der Eintracht, die diesmal für die Finanzierung der Stolpersteine Geld gesammelt hatten, um ein Zeichen gegen Rassismus und Intoleranz zu setzen. Er kündigte an, dass die Eintracht auch am bald fertig gestellten Neuen Riederwald einen Stolperstein verlegen wird.

Am Vorabend der Stolpersteinverlegung fand im Eintracht-Museum in der Commerzbank-Arena eine Erinnerungsveranstaltung statt. Eberhard Schulz von der Versöhnungskirche im KZ Dachau erinnerte an den jüdischen Nationalspieler Julius Hirsch, der in Auschwitz ermordet wurde. Helga Roos und Bertan Tufan vom Sportkreis Frankfurt berichteten von den Ergebnissen der Geschichtswerkstatt „Schlappeschneider – Schlappekicker“, in der sich Schüler aus dem Gallusviertel 2008 mit der Geschichte der Schuhfabrik I.C.A.S. Schneider auseinandersetzten. Die Firma Schneider war in den 1920er und Anfang der 1930er Jahre ein großer Sponsor der Eintracht, die Firmeninhaber waren jüdischen Glaubens. Dem Eintracht-Museum wurden zwei Ausstellungstafeln mit Informationen über die Firma übergeben.

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