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Mittwoch, 17. Mai 2017: "Spuren des Sports in Frankfurt" - diesmal im Bootshaus am Schauminkai
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Vorwärts immer, rückwärts nimmer - 100 Jahre Kanusport in Frankfurt am Main

Der organisierte Kanusport ist in Frankfurt am Main gute 100 Jahre alt. 1913 gründete sich der erste Frankfurter Kanuverein und baute sein Vereinsheim an der Friedensbrücke. "Canoe" nannte man die ersten noch aus Kanada und den USA importierten Boote, die im Unterschied zu den Ruderbooten in Paddelrichtung vorwärts statt wie bei Ruderbooten rückwärts fuhren. Dieter Wesp, Stadthistoriker und Stadtführer stellt in seinem reich bebilderten Vortrag den Aufschwung dieser neuartigen Wassersportart in Frankfurt am Main dar. Die Bootswerft Leux beginnt die ersten eigenen Paddelboote zu bauen und die Erfindung des zusammenklappbaren Faltboots erlaubt es auch ohne Auto Ausflüge mit der Bahn an entferntere Gewässer zu machen.
Es wird auch die These untersucht, ob der Paddelsport im Unterschied zu den traditionell eher bürgerlichen Rudervereinen, stärker ein proletarisches Publikum anzog. Der Frankfurter Kanu-Verein 1913 e.V. hatte nach dem Zweiten Weltkrieg große sportliche Erfolge zu verzeichnen - darunter einen Weltmeistertitel - und später stark unter der zunehmen Verschmutzung des Mains zu leiden. Wie bessere Wasserqualität, die allgemeine Hinwendung der Stadt zum Fluß und neue Paddelsportarten zu einem wieder erstarkenden Verein führten, wird ebenfalls behandelt.

Mittwoch 17. Mai 2017, 18.30 Uhr, Bootshaus Kanu-Verein Frankfurt von 1913 e.V., Schaumainkai 90, 60596 Frankfurt (keine Parkplätze). Referent: Dieter Wesp, Vorsitzender des Vereins für Frankfurter Arbeitergeschichte

 

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