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Freitag, 23. Juni 2017: Stolpersteinverlegung für Ludwig Isenburger
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Am 23. Juni 2017 beteiligt sich das Eintracht Frankfurt Museum zum neunten Mal an den Stolpersteinverlegungen in Frankfurt. In diesem Jahr erinnern wir an Ludwig Isenburger und dessen Frau Bella.
Der 1885 geborene Ludwig Isenburger war einer der Pioniere des Fußballs in Frankfurt. Der Sportjournalist betreute bei der Eintracht die Öffentlichkeitsarbeit, 1929 wurde er vom Verein mit der Ehrennadel ausgezeichnet. Im gleichen Jahr verfasste er ein kleines Büchlein, das für nachfolgende Generationen eine wichtige Quelle zu den Anfängen des Fußballs in Frankfurt wurde. „Aus der Steinzeit des Frankfurter Fußballs“ ist eine sehr persönliche Beschreibung, die mit viel Humor über die ersten Vereine und Sportanlagen in Frankfurt berichtet.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten musste Ludwig Isenburger seine Arbeit als Journalist aufgeben – er war jüdischen Glaubens. Die Nationalsozialisten verfolgten den einst hochgeachteten Isenburger,1938 wurde er nach der Pogromnacht  nach Buchenwald verschleppt. Nach seiner Entlassung aus dem Konzentrationslager floh er mit seiner Frau Bella nach Brasilien. Ludwig Isenburger kehrte nicht mehr nach Deutschland zurück, er starb 1970 in Rio de Janeiro.  
Am Freitag, den 23. Juni 2017 werden um 14.30 Uhr in Erinnerung an Ludwig und Bella Isenburger  im Reuterweg 91 zwei Stolpersteine verlegt. Stefan Minden, Präsidiumsmitglied von Eintracht Frankfurt e.V. wird für den Verein sprechen. Musikalisch untermalt wird die Zeremonie vom Duo Saxodeon aus Kronberg.

Wir würden uns sehr freuen, wenn viele Eintrachtler an der Stolpersteinverlegung teilnehmen.
Start: Freitag, 23. Juni 2017, 14.30 Uhr, Reuterweg 91.

 

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