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20.32 Uhr
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Aber so weit kam es gar nicht, denn sofort konzentrierte sich Kurt wieder auf sein Publikum und erzählte weiter die tollsten Geschichten. Und um 20.32 Uhr hatte er das Publikum schon knapp eine Stunde von den Sitzen gerissen, mit Geschichten aus seiner Lehrzeit als Polizist, von abgesägten Autokennzeichen und vom Verkehrsunterricht mit Jürgen Grabowski, Wolfgang Solz und Fahrudin Jusufi. Er schwärmte von Jay-Jays „Jahrhunderttor“, vom Europapokal in Moskau, von Uli Steins „Zweimetertapeverband“ und Kurt_Schmidt10.JPGseinem Job als Stadionsprecher der Amateure. Keine Frage: Bei der Veranstaltung „Kurt E. Schmidt erklärt die Eintracht“ war der Hauptdarsteller voll in seinem Element. Ganz charmant erklärte er die Bilder aus seinem Leben, die Frank (Bembelmonster) zur Musik von „Ein Fall für Zwei“ zusammen geschnitten hat. „Hier, da seht Ihr John F. Kennedy. Den amerikanischen Präsidenten habe ich in den Kaisersaal des Römers begleitet, wo er sich in das goldene Buch eingetragen hat – und hier Willy Brandt, damals im Hochzeitszimmer, bei seinem Besuch in Frankfurt – und hier, mein Freund „Schorsch“ Leber, der damalige Bundesverkehrsminister…“. Kurt kommentierte jedes Bild ausführlich, liebevoll, schlagfertig und mit einer Informationsfülle, dass das Publikum aus dem Staunen nicht mehr heraus kam. Am Ende redete Kurt wohl eine ganze Spiellänge, nicht ohne Punkt und Komma, aber mit einem roten Faden, den man in einem –freigehaltenen- Vortrag selten erlebt. Nur ab und zu wandte er sich der Schorle zu, das angebotene Mikrophon und den Stuhl ignorierte er („Ich hab euch doch gesagt, im stehen kann man viel besser erzählen!“) und sein begeistertes Publikum bezog er in den großartigen Auftritt immer wieder mit ein. Zum Abschluss der Veranstaltung sang das ganze Museum aus voller Brust „Im Herzen von Europa“, Kurt schwenkte die Fahne wie einst im Juni 1959 und wohl jeder im Publikum war zutiefst ergriffen ob dieses einmaligen Abends.


PS: Nur zur Info: Kurt E. Schmidt ist seit Anfang der 1930er Jahre Eintrachtler von ganzem Herzen. Seit gestern hat er seine eigenen Autogrammkarten.

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Fotos: Steffen Ewald

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